Existenzen sichrn! Mitmachen bei #EhrenGastHaus Corona-Virus: Solidarität mit den einheimischen Wirten

Die Donaubergland GmbH initiiert eine Solidaritätsaktion mit den einheimischen Wirten, um die Existenzbedrohung für Gastronomiebetriebe in Zeiten der Krise während der Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Motto: Jetzt bezahlen, später genießen!

In einer Pressemitteilung der Donaubergland GmbH heißt es dazu: “Die Gastronomie steckt aktuell in einer großen Krise. Die Umsätze brechen weg. Viele Betriebe sind in ihrer Existenz gefährdet. Die Donaubergland Tourismus GmbH ruft zu einer Solidaritätsaktion für die heimischen Betriebe auf. Die Aktion trägt den Namen “#EhrenGastHaus”. Interessenten können direkt bei den Betrieben Gutscheine bestellen, diese aktuell per Überweisung bezahlen und dann später einkehren und die Gutscheine einlösen.” Der Sinn der Aktion besteht darin, in Zeiten eingeschränkter Bewegungsfreiheit die Liquidität der Betriebe zu erhöhen, damit die Ausgaben für Personal, laufende Kosten oder Investitionskredite gedeckt werden. Dadurch soll verhindert werden, dass die Betriebe angesichts der 90-100%igen Umsatzausfälle nicht Insolvenz anmelden zu müssen. Dadurch würde die gesamte Wirtschaftsstruktur und Wirtshauskultur im ländlichen Raum gefährdet. “Wir wollen ein Zeichen der Solidarität setzen,” so Landrat Stefan Bär als Aufsichtsratsvorsitzender der Donaubergland GmbH: “Jetzt brauchen die Betriebe die Unterstützung, damit wir sie später noch haben, um wieder entspannt einkehren zu können.”

Botschafterin der Region Henriette Gärtner ruft ebenfalls zu Solidarität auf

Die Pianistin Henriette Gärtner, die sich als Botschafterin der Region engagiert, ist als Künstlerin selbst von der Corona-Krise hart betroffen. Das gesamte Veranstaltungs- und Konzertwesen wurde zum Schutz der Menschen für die nächsten Monate gestoppt. Doch Henriette Gärtner ist auch eine Liebhaberin der einheimischen Wirtshäuser und schließt sich der Aktion an. “Die Folgen der Verbreitung des Coronavirus betrifft auch unser aller Freiheit. Damit meine ich nicht nur die Freiheit der Kunst, sondern auch die Freiheit des Wirtschaftens. Wir sind alle aufgefordert, diese hohen Werte zu schützen. Mit dem Erwerb eines Gutscheins bei den einheimischen Wirtshäusern können nahezu alle einen Beitrag leisten.”

Henriette Gärtner Ein Bild aus genussreicheren Tagen: Die Pianistin Henriette Gärtner, Botschafterin der Region, ruft die Mitmenschen zur Beteiligung an der Aktion #EhrenGastHaus auf.

Helfen Sie, die Wirtshauskultur im ländlichen Raum zu erhalten!

Mit dem Erwerb von Gutscheinen verbunden ist das Versprechen der Wirte, nach Bewältigung der Corona-Krise die Unterstützerinnen und Unterstützer als Ehrengäste zu begrüßen und mit den wiedergefundenen Genüssen besonders zu verwöhnen. Auch Donaubergland-Geschäftsführer Walter Knittel streicht Sinn und Ziel dieser Aktion heraus: “Davon können alle profitieren, die Gastronomen von dem Geld, das sie jetzt einnehmen, die Gäste von einer besonders genussvollen Einkehr nach der Krise und der Tourismus davon, dass es die Gaststätten dann überhaupt noch gibt.” Der Ernst der Lage wird spürbar, wenn man bei den Wirten nachfragt. Armin Eha vom Restaurant Gutshof Käppeler zeichnet ein düsteres Bild: “Wir müssen am Wochenende voraussichtlich komplett schließen.” (Update 20.3., 17:00 Uhr: Die Landesregierung hat mittlerweile die Schließung sämtlicher Gaststätten mt Ausnahme von Straßenverkäufen verfügt.) Im Café Kapellenblick wurde der Betrieb bereits am Mittwoch geschlossen. “Die Situation ist für uns existentiell und unüberschaubar”, kommentiert Wirtin Rosemarie Dreher die Lage.

Alle sind gefordert!

Während die Politik aktuell vornehmlich damit beschäftigt ist, durch weitreichende Begrenzungen im öffentlichen Leben die Verbreitung des Corona-Virus zu verhindern, werden nach den gesundheitsschützenden Erlässen weitere Hilfsmaßnahmen zur Abfederung des wirtschaftlichen Schadens in Gang gesetzt. Die Solidarfonds oder andere Rettungsschirme der Regierungen werden mittlerweile unbegrenzt aufgelegt. Auch wurden aus dem Bundesfinanzministerium Steuerentlastungen bekannt gegeben. Dazu gehören beispielsweise für Betroffene der Corona-Krise die zinsfreie Stundung von Umsatzsteuervorauszahlungen, großzügige Anpassung der Einkommenssteuer- und Körperschaftssteuer an die aktuelle wirtschaftliche Lage (einschl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) und Aussetzung von Vollstreckungen bis Ende des Jahres. Gefordert sein dürften auch die Banken. Sie können mit Tilgungspausen oder günstigen Krediten die Verbindlichkeiten der meist kleineren Betriebe entlasten.

Die Redaktion des Junge Donau Magazins schließt sich der Aktion vorbehaltlos an. Das Junge Donau Magazin bittet alle früheren und zukünftigen Einkehrer, angesichts der schwierigen Lage Solidarität zu zeigen und Gutscheine in ihren Lieblinglingsgastronomien zu erwerben. Sollten die Häuser nicht geöffnet sein, können Sie in der Regel per E-Mail oder Telefon erreicht werden. Gutscheine und Rechnungen werden dann zugeschickt.

Alle Infos zur Aktion unter www.ehrengasthaus.de. Für die Verbreitung in den Sozialen Medien wird der Hashtag #EhrenGastHaus eingesetzt.

Aufrufe: 590