Donaubergland: Landrat Stefan Bär und Geschäftsführer Walter Knittel Wandern, Geologie, Radfahren: Neues aus dem Donaubergland

Schauen optimistisch in die Zukunft: Landrat Stefan Bär (re.) und Donaubergland-Geschäftsführer Walter Knittel

Stefan Bär spart zur Zeit nicht mit Komplimenten für das Team der Donaubergland Marketing und Tourismus GmbH. Das hat gute Gründe: zum einen sind die Übernachtungszahlen in der Vergangenheit stetig gestiegen, zum anderen werden der Öffentlichkeit neue Projekte vorgestellt, die den immer wichtiger werdenden Wirtschaftsfaktor Tourismus weiter voran bringen sollen.

Der Wanderbus kommt (auch)!

Das Donaubergland ist bekanntlich ein renommiertes Wanderrefugium, das sich nicht nur entlang der Wege weiterentwickelt. Zur Peripherie gehört zukünftig der Wanderbus. Neben den bestehenden Fahrverbindungen wird ein zusätzlicher Bus für Wanderfreunde eingerichtet, mit dem die etwas abgelegeneren Regionen mit den Qualitätswanderwegen angebunden werden. Von Mai bis Oktober sollen an Sonn- und Feiertagen im Rahmen eines Pilotprojektes die wichtigsten Wanderpunkte angefahren werden. Der Wanderbus ist aber nicht nur eine Art neuer Buslinie (die Fahrplandetails werden noch ausgearbeitet), sondern auch eine Kommunikationskampagne, mit der auf reguläre Buslinien besser aufmerksam gemacht werden soll. “Gewusst wie! Mit Bus und Bahn zum Wandern” lautet deshalb die neue Infobroschüre zum Thema. Im Kontext des Öffentlichen Personen Nahverkehrs soll der Donauberglandweg im europäischen Wandernetzwerk Best of Wandern zum Leading Quality Trail zertifiziert werden, bei der solche Infrastruktur-Elemente einbezogen werden. In der Summe aus den bestehenden Verbindungen, dem neuen Wanderbus und dem Shuttle-Service der Übernachtungsanbieter kann man zum Beispiel komfortabel ohne eigenes KfZ den Donauberglandweg wandern. Das Netz der bestehenden Premium-Rundwanderwege DonauWellen soll dadurch besser erreicht werden. Darüber hinaus ist ein neuer Premiumweg rund um Böttingen und Mahlstetten in Planung.

Josefskapelle Alter Berg Böttingen Der Alte Berg wird zukünftig eine noch prominentere Rolle im Donaubergland einnehmen

Geotourismus: Donauversickerung/-versinkung

“Es werden über die Namensgebung zwar regelrechte Glaubenskriege geführt”, erklärt Landrat Stefan Bär, aber dennoch handle es sich um ein “weltweit einzigartiges Phänomen, dass ein Fluss in zwei Meere fließt”. Da die Donauversinkung/-sickerung ohnehin schon zahlreiche Reisende anzieht, liegt es nahe, dieses unterirdische Alleinstellungsmerkmal an der Erdoberfläche zu beleuchten und erlebbar zu machen. Aktuell wird eine Studie erstellt, mit der die Potentiale für die touristische Vermarktung der Donauversinkung/-sickerung ausgelotet werden sollen. Neben der Vereinheitlichung in der Außendarstellung des Donauabflusses in Immendingen, Tuttlingen-Möhringen und Fridingen soll es in erster Linie um die didaktische Erschließung des Geophänomens gehen und um die touristische Erschließung. Hierzu sollen zusätzliche Informationsstandorte in den einzelnen (Teil-)Orten entstehen. Ob dies angesichts kommunalpolitischer Unbillen realisierbar wird, bleibt abzuwarten.

Donaubergland-Gemse i bims

Donauradweg: Kooperation mit Donaueschingen

Der Donauradweg immer ein Topthema im Donaubergland, neu ist hingegen, dass die Zusammearbeit mit der Quellregion Donau (Donaueschingen, Hüfingen, Bräunlingen) intensiviert wird, die außerhalb des Donauberglandes und des Landkreises Tuttlingen liegt. Durch diesen Zusammenschluss wuchert man mit einem ordentlichen Pfund: “90 km Donaulandschaft pur” sind sicherlich keine Übertreibung, betrachtet man die landschaftliche Vielfalt des ersten Donauabschnittes aus der Quellregion, der Donauversickerung und dem Donau-Durchbruch. Die (ganz) Junge Donau zeigt hier eine ihrer besten Seiten. Obwohl nur(?) 90 km lang, könnte so mancher Fernradler ins Grübeln kommen, ob er hier nicht gleich ein paar Tage verbringt. Auch zu diesem Thema wurde ein neuer Flyer aufgelegt, der anschaulich die Nebentäler und die dort wartenden Attraktionen präsentiert sowie Service-Kontakte liefert. Irritierend ist dagegen die Liste der E-Bike Ladestationen. Sie stellt eine nicht identifizierbare Mischung aus den bestehenden und einem Teil der zukünftigen dar, die im Frühjahr entlang der Donau auf diesem Abschnitt im Rahmen des EU-Projektes LENA vom Landschaftspark Junge Donau eröffnet werden.

Donaubergland Prospekte

Donaubergland: Wieder neue Postkarten zur CMT

Die beliebten Postkarten in und aus dem Donaubergland haben sich längst zum Dauerbrenner entwickelt. Motive wie „Nordic Walking für Fortgeschrittene“, „Zicken freie Zone“, “Der Berg ruft” oder „Wirtschaftsexperte“ genießen bereits Kultstatus. Zur CMT 2018 gibt es nun weitere Donaubergland-Spaßkarten. Sie sind als Sammlerobjekte ebenso begehrt wie als “Botschafter” für das Donaubergland beim Versand an Freunde und Bekannte. Allgemeine Themen, aktuelle Sprüche und besondere Veranstaltungen – gepaart mit einem guten Schuss Humor: das sind die inhaltlichen Triebfedern für die kreative Gestaltung der Donaubergland-Postkarten. Das Comedy-Festival “Tuttlinger Krähe”, die Auszeichnung “Kulturlandschaft des Jahres 2018” und die anstehende Fußball-WM gehören zu den (über-)regionalen Topevents des Jahres. Aber auch die als Doppelkarten mit örtlichen Wandertipps angelegten Karten finden auf den Messen viele Abnehmer. Sie sind seit Jahren ein Markenzeichen der Region an der Jungen Donau und können auch als Online-Grußkarten verschickt werden.

Donaubierland Achtelfinale

Kulturlandschaft Obere Donau

Tuttlinger Krähe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.