Flügelschläge ins Glück

Eine Libelle – kunstvoll in Szene gesetzt von der Fotografin Doris G. Auer

Doris G. Auer findet Freiheit im Wesen der Natur

Auf ihren Spaziergängen in und um Sigmaringen findet Doris G. Auer nicht nur in der wechselvollen Landschaft Motive für ihre Fotografien. Entlang der mal ruhigen, mal wild-romantischen Donau entdeckt sie kleine und große Flügelwesen. Sie entdeckt in der Natur eine brillante Gestalterin, mit einer Formen- und Farbenvielfalt, deren Anblick die Seele bereichern. Das DonautalMagazin hat mit ihr gesprochen und preisgekrönte Momente kennen gelernt.

Portrait Doris Begegnet man Doris Auer, ist man zunächst überrascht, denn sie fotografiert erst seit Mai 2012. Auslöser war in einer Orientierungsphase das Bedürfnis, etwas für sich selbst zu tun. Seit ihrer Kindheit hat sie einen starken Bezug zur Natur. Diese Verbundenheit wollte sie festhalten. Also kaufte sie sich ihre erste Kamera. Seither funktioniert Spaziergängerin sein nicht mehr ohne Fotografin sein. “Man muss schon selbst in die Natur hinausgehen und sie entdecken, immer wieder aufs Neue. Ich persönlich suche am liebsten Plätze auf, an denen Wasser auf Land trifft und wo Wasser in Bewegung ist”, sagt Doris Auer. Eine große Rolle spielt dabei die Donau: “Nichts hat unsere Heimat so sehr geformt und geprägt. Man denke nur an unser herrliches Oberes Donautal, die Auswaschungen aus dem Kalkstein oder die satten Auwiesen. Aber die Donau formt nicht nur die Landschaft, sondern sie bildet so viele verschiedene Lebensräume. Die Gesichter der Natur und Landschaft sind hier beinahe unerschöpflich.”

Libelle

Start-Ziel-Sieg

Sie ging ihrem künstlerischen Hobby noch kein Jahr nach, als im Frühjahr 2013 der Fotowettbewerb “Unser Landkreis Simaringen” ausgeschrieben wurde. Die Einwohner sollten ihre Region in den Fokus nehmen. “Die Aufmachung des Wettbewerbs hat mich sehr angesprochen und etwas zögerlich habe ich mich zur Teilnahme entschieden”, erzählt sie dazu. Das Zaudern war ziemlich unnötig, denn sie wurde der unbekannte Star des Wettbewerbs. Von knapp 600 eingereichten Bildern wurden 21 von einer sechsköpfigen Jury prämiert, fünf davon waren von Doris Auer, darunter das Siegerbild, das als einziges die volle Punktzahl erreichte.

Drachenfliegerin?

In Doris Auers Wasser-Land-Bewegungs-Räumen lebt auch ihr Lieblingsmotiv. “Meine hochverehrten Libellen” nennt sie respektvoll die Insekten, die für viele eher befremdlich-bedrohlich über die Wasseroberfläche surren. Für Doris Auer ist es “speziell bei den Libellen die blanke Bewunderung für die Akrobatik der wahren Flugkünstler. Es schwingt immer auch ein bisschen Sehnsucht mit nach dieser wahrscheinlich aufregendsten Art der Fortbewegung.” So rückt sie begeistert auf der Suche nach Ausschnitten aus alltäglichen Anblicken mit dem Tele den Libellen auf die Pelle. Sie entdeckt so neue Sichtweisen: “Fotografie ermöglicht mir, meinen Blick zu erweitern und zu ergänzen und die Natur bietet mir unendlich viele Details, die ich mit der Kamera zu entdecken versuche.”

Engel der Natur

Doris Auer ist fasziniert von den Empfindungen, die sie bei der Beobachtung von geflügelten Wesen hat. Sie staunt über die makellose Eleganz im Flug und darüber, dass die Natur selbst unförmigen Lebewesen den Weg in die Luft freimacht. Fotografieren ist für Doris Auer letztlich sonderbar. „Einerseits gibt es mir Ruhe, andererseits finde ich es spannend und aufregend. Es lässt mich meine Umgebung beinahe vergessen und doch bin ich eins mit ihr. Auf jeden Fall vergesse ich regelmäßig die Zeit. Tatsächlich ist es am ehesten ein Gefühl wie Verliebtsein“, beschreibt sie ihr eigenes Schweifen mit den Augen.“ Die Motive in der Natur und Landschaft sind hier unerschöpflich, wenn man alleine an die Vielzahl der Baggerseen denkt oder die Täler der Donau und der Lauchert, welche atemberaubende Ausblicke gewähren. Jeder Schritt in dieser üppigen Natur inspiriert Doris Auer, sei es die Küchenschelle im Morgentau, die schwebende Möwe über der Donau oder eben ihre Lieblingsmotive, die Libellen, auf der Jagd am Laizer See.

Weitere von Doris Auers Arbeiten finden Sie auf Ihrer Website unter www.auer-photography.de