Blick vom Albtrauf beim Klippeneck in RIchtung Schwarzwald Der Klippenecksteig: dran am Trauf

Blick vom Albtrauf beim Klippeneck in Richtung Schwarzwald

Hervorragende Aussichten

Auf der Wegbeschreibung des Premium-Rundweges Klippenecksteig, der zu den Donauwellen im Donaubergland gehört, sind einige Aussichtspunkte eingezeichnet. Genau genommen ist der Klippenecksteig eine einzige Ansammlung von Panoramablicken. In permanent wechselnden Perspektiven bekommen die Wanderer wunderschöne Ausblicke vom höchsten Trauf der Schwäbischen Alb weit über den Schwarzwald und in Richtung Neckartal. Die der großen Masse der Schwäbischen Alb und dem Trauf vorgelagerten Erhebungen nennt man Zeugenberge. Sie haben sich einst aus dem Mittlgebirgsmassiv herausgelöst.

Zeugenberge

Äpfel

Zwischen Streuobstwiesen und alpinen Hochebenen

Der Klippenecksteig hat aber weit mehr zu bieten als die Weitblicke vom Albtrauf. Besonders markant und schön können Wanderer auf diesem Rundweg beispielsweise ein für die Schwäbische Alb typisches Naturphänomen beobachten: oben die waldige, karge Hochfläche, deren Vegetation stellenweise alpinen Charakter annimmt, 300 Meter tiefer dagegen am Fuß des Traufes die typischen Streuobstwiesen, die auf der Albhochfläche üblicherweise kaum mehr gedeihen können. Sie prägen das Landschaftsbild insbesondere im Frühjahr während der Blüte und im Herbst, wenn während des „Indian Summer“ die Laubbäume mit ihren gelben und roten Farbtupfern die Landschaft zum Leuchten bringen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Artenvielfalt, den Vogelschutz und die ökologische Landwirtschaft. Streuobst ist auch die Quelle vieler regionaler Produkte.

Streuobstwiese

Streuobst gehört zum Gesicht der Schwäbischen Alb wie die Schafe. Alle drei Jahre im Herbst locken sie tausende Besucher zum traditionellen Albabtrieb nach Denkingen, wenn unzählige Schafe vom Klippeneck ins Tal ziehen.

Schafe beim Albabtrieb

Das Frische vom Höchsten der Alb

Wer diese Tour an heißen Tagen macht, darf unterwegs immer auch auf eine Erfrischung hoffen. Nicht nur die Gastronomien am Wegesrand, sondern auch die Denkinger Wassertretanlage und der Katzenbrunnen bei der Nothelfer-Kapelle liefern das begehrte kühle Nass. Es gibt auch einige Grillstellen entlang des Weges, wo man sich sein Rucksackvesper schmecken lassen kann.

Wassertretanlage

Brunnen aus Stamm
Der Denkinger Katzenbrunnen bringt an heißen Tagen eine kühle Erfrischung.

Grillplatz
Auf dem Klippeneck warten ein Grillplatz und der Charme der Albhochfläche.

Doch nicht nur Freunde der Natur kommen beim Klippenecksteig auf ihre Kosten. Immer wieder stößt man auf geschichtliche Hintergründe. Der prominenteste dürfte im Gedenken an die Heubergbahn bestehen. Heute nicht mehr sichtbar, verband sie einst Spaichingen und Denkingen mit den Gemeinden auf dem Heuberg. Mit Hilfe von Infotafeln wird die Phantasie der Wanderer angeregt, um sich die Heubergbahn und ihren Schienenverlauf heute noch vorstellen zu können.

Tafel mit Bahnstrecke

Der Spaichinger Dreifaltigkeitsberg bietet sich als Startpunkt für die Tour rund ums Klippeneck an. Unabhängig von der Laufrichtung muss eine starke Steigung bewältigt werden. Wer die gleich am Anfang hinter sich bringen will, könnte alternativ vom Schützenhaus in Denkingen aufs Klippeneck losgehen. Info-Material kann bei den Rathäusern oder bei Donaubergland angefordert werden.

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