Ausflugstipp: Märzenbecherblüte

Wer ein besonderes Naturschauspiel erleben will, sollte sich für die nächsten Tage einen Nachmittag für das Hintelestal bei Mühlheim an der Donau einplanen. Auf einem Rundweg von ca. sieben km gibt es einige Besonderheiten zu sehen.

Wenn man das Tal betritt, fragt man sich eher, wie angesichts der ersten spärlichen Sonnenstrahlen in der wilden, vermoosten und engen Talsohle mit seinen Felsen, in deren Schatten immer noch Schneereste liegen, schon etwas wachsen soll. Doch mit einem mal eröffnet sich dem Auge ein Meer von Märzenbechern, die sich zu Tausenden wie kleine Lichter auf den dunklen, braunen Böden zeigen. Märzenbecher soweit das Auge reicht. Faszinierend. Und wenn man das kleine Nebental der Donau durchläuft, ist mit einem Male das ganze Schauspiel ebenso schnell verschwunden.

Donautal-Muehlheim

Doch der Rundweg hat noch viel mehr zu bieten. Er beginnt am Friedhof von Mühlheim an der Donau, zu dem bereits zwei schöne alte Kapellen, die Galluskirche und die Veitskapelle gehören. (Leider meist geschlossen.) Man erreicht den Parkplatz über die Straße Richtung Kolbingen. Am Edeka rechts und anschließend gleich wieder links abbiegen. Am Ende der Straße kann man starten. Man geht dabei zunächst ein Stück auf dem Donauberglandweg, der hier durchkommt. Bereits beim Aufstieg sieht man zahlreiche Pflanzen, ehe man die Felsenhöhle erreicht und später auf dem Gelben Felsen und anderen Stellen schöne Aussichten auf das Donautal genießen kann. Anschließend kommt ein ruhiges Stück Weg im Wald, von dem aus man nach insgesamt etwa zweieinhalb Kilometern von oben ins Hinteletal einsteigt.

Maerzenbecher-Hintelestal2

Man durchläuft das komplette kleine Nebental und mündet unten wieder ins Donautal ein. Nun geht es ein Stück auf dem Donauradweg zurück zum Friedhof. Auch hier wunderschöne Anblicke der Felsenlandschaft, die Wacholderheide und immer wieder brache Abschnitte der Donau, in denen auch der Biber sein Zuhause hat. Es dürfte wenige Wege geben, die auf so kurzer Strecke so viel zu bieten haben. Ergo: der Weg empfiehlt sich ohne Märzenbecherblüte immer noch.