Regionale Brauereien: insbierierte Erlebniswelten für Kultur und Genuss

“Hopfen und Malz – Gott erhalt’s!”

Regionale Produkte liegen im Trend, regionale Brauereien erst recht. Nach rückläufigen Zahlen können die Privatbrauer seit 2014 endlich wieder auf größeres Interesse am heimatlichen Gerstensaft schauen. Als Ursache werden häufig gutes Wetter und große Sportereigneisse genannt, doch diese Analyse greift vermutlich zu kurz. Denn der natürliche Feind regionaler Braukunst ist das Massen- und Fernsehbier, das mit hohen Marketingetats gepuscht wird ohne besondere Qualitätsansprüche zu verfolgen. Die regionale Verwurzelung heimatbezogener Brauereien, die sich in Brauverfahren, Ausstoß und Präsentation wesentlich unterscheiden, wird von Biertrinkern mehr und mehr erkannt. Das DonautalMagazin hat die wichtigsten regionalen Brauereien besucht.

500 Jahre Reinheitsgebot am 23. April 2016

Manche Brauereien stellen sogar Ihre Produktion um, damit sie Gäste in ihren Bierwelten besser bewirten kann. So zum Beispiel in Wurmlingen. Bei der Hirschbrauerei wird bereits am Sonntag gebraut, damit die Kessel im Gästebereich am darauffolgenden Wochenende frei sind. Wichtig ist auch die Hygiene. Früher lag es in der Hand des Schultes, für die nötige Wasserqualität zu sorgen: „Der Bürgermeister gibt bekannt, dass am Mittwoch Bier gebraut wird und deshalb ab Dienstag nicht mehr in den Bach geschissen werden darf“, heißt es recht eindeutig auf einer bekannten Tafel. Heute läuft alles mit stark reduziertem Keimaufkommen und strengen Kontrollen.

Bier braucht Ruhe

Drei Dinge machen ein gutes Bier aus: qualitätvolle Zutaten aus der Region, lange Lagerung und viel Herzblut. Bei der Auswahl des Hopfens greifen die meisten auf die bekannte Kammer bei Tettnang zurück, wo man sich nicht der Massenware bedient, sondern einen eigenen Hopfenbauern unter Vertrag hat. Und auch mit der Mälzerei, die das Getreide für die bewährten und zukünftigen Biere verarbeitet, pflegt man intensiven Austausch. Das ist ungewöhnlich angesichts des Brauereisterbens und des Marktdrucks der Konzerne. Doch es gibt immer mehr Brauer, die wieder in kleinen Ausstößen beginnen, ihr Handwerk zu pflegen. Das DonautalMagazin präsentiert Erlebniswelten der Brauregion an der Jungen Donau: