Donauufer in Tuttlingen mit Skulptur Tuttlingen: Erholung, Einkaufen und Kultur in der City

Spannend und entspannend: Die Donaupromenade

Immer für eine Überraschung gut

Die Tuttlinger Stadtvergnügen beginnen eigentlich schon beim Parken. Die zahlreichen und kostenfreien Stellplätze am Donaupark befinden sich direkt gegenüber der Innenstadt links der Donau. Wer hier seinen Wagen lässt, kann sofort abschalten. Denn am Donauufer beginnen bereits die schönen Wege mit ihren gepflegten Liegeplätzen inmitten von Kunstwerken. Dazu gehören nicht nur Skulpturen, sondern auch Gedichte, die in regelmäßigen Abständen Erbauliches für die Seele bereit halten. Spielplätze, Sportanlagen, das Erlebnisbad TuWass, Ruhezonen oder Bootsverleih – bestimmt ist für jeden etwas dabei. Wer es auf das leibliche Wohl abgesehen hat, wird ebenfalls nicht enttäuscht. Doch nicht genug mit dem Donaupark. Tuttlingen hat zum Thema Erholung noch einiges mehr zu bieten.

Ruine von unten

Die Ruine Honberg ist das historische Wahrzeichen der Donaustadt

Eingebettet in viel Natur liegt Tuttlingen direkt am Donauradwanderweg. Doch auch ohne Pedale bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, direkt vor der Türe eine erlebnisreiche Zeit zu verbringen.

Auf und Ab auf Donauwellen

Tuttlingen ist optimaler Ausgangspunkt, um beispielsweise die fünf neuen Premiumwanderwege Donauwellen zu entdecken. Wanderfreunde finden anspruchsvolle (Halb-)Tagestouren mit allen Schwierigkeitsgraden ins Donautal und auf die Schwäbische Alb. Ebenso finden Sie stadtnah Spazierwege um den Alltag hinter sich zu lassen und den Kopf frei zu machen.

Im Quadrat angelegt

Poträt

Carl Leonhard von Uber, der Stadtplaner des neuen Tuttlingen

Mittelalterliche Gassen mit Fachwerk finden sich in Tuttlingen nicht. Grund dafür ist der Stadtbrand von 1803, der die ganze mittelalterliche Kernstadt in Schutt und Asche legte. Der damalige Kurfürst und spätere König Friedrich I. ließ die Stadt von Landbaumeister Carl Leonhard von Uber (li.) komplett neu planen, d.h. konkret: die Kernstadt wurde in quadratischen Quartieren errichtet.

Zentrum für Kultur und Industrie

Auch in den Gastronomien der Stadt finden immer wieder kleine, aber feine Konzerte und Veranstaltungen statt.

Auch in den Gastronomien der Stadt finden immer wieder kleine, aber feine Konzerte und Veranstaltungen statt.

Heute genießt Tuttlingen den Ruf des Weltzentrums der Medizintechnik. Die Unternehmen bieten die wesentliche Lebensgrundlage für viele Menschen in der ganzen Region. Wie es dazu kam, kann in den städtischen Museen Fruchtkasten und Tuttlinger Haus nachverfolgt werden. Tuttlingen hat sich aber auch zum Zentrum für hervorragende Kunst- und Kulturangebote gemausert. Wer vom Donaupark über die Holzbrücke bei der Groß Bruck flaniert, stößt auf die Galerie der Stadt. Mehrmals jährlich lädt sie zu Ausstellungen mit renommierten Künstlern ein. Mitten in der großzügig angelegten Fußgängerzone findet sich die sehenswerte Stadtkirche im Jugendstil. Ein Bummel mit Einkehr kann im Kino oder bei einem Event in der Stadthalle seinen krönenden Abschluss finden.

Das Tuttlinger Haus

Das Tuttlinger Haus, Symbol der Stadtgeschichte von Tuttlingen

Poträt

Carl Leonhard von Uber, der Stadtplaner des neuen Tuttlingen

Nichts in der jahrhundertelangen Geschichte der Stadt Tuttlingen war so prägend, wie die Folgen des großen Stadtbrandes am 1. November 1803. Die gesamte Innenstadt wurde ein Raub der Flammen und verschaffte dem Stadtbaumeister Carl Leonhard von Uber die Chance für sein Lebenswerk. Als Lehre aus der Zerstörung war ein Teil seines Auftrages, möglichst feuersichere Häuser zu bauen. Er ordnete die neue Stadt in quadratischen Blöcken an und entwarf hierfür die Dachform des sogenannten Tuttlinger Huts, der ein Übergreifen von Flammen auf benachbarte Häuser verhindern sollte. Eines dieser Häuser steht nahezu unverändert bis heute und bezeugt als “Tuttlinger Haus” die Architektur dieser Zeit des Neuaufbaus. Das Museum wurde mit der Hilfe umfangreichen Bürgerengagements 1997 eröffnet. Es liefert einen umfangreichen Einblick in die Bau- und Lebensweise zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die neuen Tuttlinger Häuser waren auch der Beginn von Etageneigentum und führte Familien zusammen, die zuvor nicht unter einem (Walm-)Dach gelebt hatten. Die Schließzeit im Winter bietet immer auch Gelegenheit, die Ausstellungsräume zu aktualisieren und neue Exponate einzureihen. Zum Saisonbeginn 2016 wurde das Zimmer erweitert, in dem es um Zugewanderte – im Volksmund „Rei´g´schmeckte“ – geht. Neue Exponate, die von Donauschwaben dem Museum übergeben wurden, ergänzen die bisherige Präsentation. Das Museum und seine Mitarbeiter laden herzlich in das geschichtsträchtige Gebäude ein.

Auch in der Kreisstadt Tuttlingen begeht man das 200jährige Jubiläum der Erfindung des Fahrrads. Doch damit nicht genug. Tuttlingen feiert 2017 auch sich selbst, schließlich fing die Erfolgsgeschichte des Medizin-Technik-Zentrums Tuttlingen 1867 an, als Gottfried Jetter eine kleine Werkstatt für chirurgische Instrumente eröffnete. Aber nicht nur deshalb ist Tuttlingen wie gemacht als Ausgangs- und Zielort für Rundtouren mit dem Fahrrad.

Ein Marktbummel in Tuttlingen

Ist es nicht eine angenehme Vorstellung, bei aufgehender Sonne aus dem Wohnmobil zu steigen, an der Donau entlang zu spazieren und auf einem farbenfrohen Markt regionale und frische Lebensmittel oder Andenken einzukaufen? In der fairtrade-Stadt Tuttlingen ist dies ohne Weiteres möglich. Der Wohnmobilstellplatz befindet sich mitten in der Stadt direkt am Donauufer am Rande eines Birkenhains. Dort sind auch der weitläufige Donaupark mit Sport und Liegemöglichkeiten sowie der Donauradweg. Über mehrere Fußgängerbrücken kommt man direkt in die Innenstadt, wo in der frisch sanierten Fußgängerzone jeden Montag und Freitag Markthändler und auch Geschäfte mit Luxusartikeln oder Dingen für den alltäglichen Gebrauch auf Kunden warten.

Oliven Markt Tuttlingen

Tuttlingen ist bunt, ebenso bunt wie sein Wochenmarkt. Der Markt in Tuttlingen ist so etwas wie ein gesellschaftliches Ereignis. Hier trifft man sich, tauscht Neuigkeiten aus, wirbt für seine Anliegen oder kauft ein. Neben den Klassikern Obst und Gemüse werden hier auch viele regionale und internationale Spezialitäten angeboten. Pilze, Eier, Nudeln, Oliven, Peperoni, Fisch, Fleisch, Wurst, Käse, Milchprodukte, Honig oder Destillate lassen keine Wünsche offen – weder für den heimischen noch für den mobilen Herd. Blumen fehlen ebenso wenig wie die Stände mit Backwaren und warmen Mahlzeiten. Die Imbisse sind international: italienische oder asiatische Speisen gibt es ebenso wie die scharfe Bratwurst, die es nur in Tuttlingen gibt. Sie wird hier mit gedünsteten Zwiebeln gegessen und manche reisen nur für diese Delikatesse an. Kulinarisch hat Tuttlingen freilich noch mehr zu bieten. Rund um den Markt kann man zahlreiche Cafés besuchen und nicht nur an der Donau findet man eine ebenso bunte Vielfalt an Lokalen und Restaurants, wo es vom einfachen Mittagsmenü bis zur Sterneküche alles gibt, was Herz und Magen begehren.

Scharfe Bratwurst Tuttlingen Markt

E-Bike an der Donau in Tuttlingen

Radtouren von Tuttlingen aus

Egal, ob man vor der eigenen Haustüre losfährt oder mit dem Naturpark-Express anreist, ob mit dem Touren- oder Rennrad, einem Pedelec oder E-Bike: in Tuttlingen starten einfache und schwierige, kürzere oder längere Radlerrunden. Das Stadtgebiet selbst eignet sich für eine Tour durch den Donaupark oder auch auf den Honberg, wo man von der mittelalterlichen Ruine der einstigen Festung eine herrliche Aussicht auf die Stadt genießen kann. Oder man verlässt das Stadtgebiet für eine Rundtour. Insbesondere die Themenstrecken im Donaubikeland empfehlen sich für Tagesausflüge, auf denen man Stadt und Region erkunden kann. Wer nach einer erlebnisreichen Radtour Zeit übrig hat, kann in der Fair-Trade-Stadt auch noch ein wenig Shoppen oder die Stadt erkunden. Um die Jubiläen zu erweitern, könnte man einen Besuch der Stadtkirche mit 500 Jahre Reformation verbinden.

Im Quellwasser

Badespaß und Entspannung bietet das Freizeitbad TuWass: Das 37 Grad warme Thermalwasser stammt aus einer Quelle und hat das Qualitätsniveau von Mineralwasser. Es gibt einen Strömungskanal, Planschbecken, Erlebnisrutschen, ein vielfältiges Saunaareal und vieles mehr für Groß und Klein. Das sind nur ein paar Gründe für eine Reise nach Tuttlingen.

City-Spaziergänge

Die Ruine Honberg ist nicht nur historisches Wahrzeichen, sondern auch Eventort und Naherholungsziel. Dazu gehören der Rundwanderweg mit dem Panoramablick auf die Stadt im Quadrat, Mittelalterfeste oder der weithin bekannte Honberg-Sommer, der jährlich Zigtausende auf den Tuttlinger Hausberg lockt. Und auch die eingemeindeten Dörfer haben ihre Reize.

Geheimtipp Ursental

Als Geheimtipp gilt das Ursental bei Nendingen. Mit der ganzen Familie bekommt man in und um diesen kleinen Talabschnitt Ruinen, Aussichtspunkte, Spielplätze und Grillstellen, um sich quasi vor der Haustüre erholen zu können. Ausführliche Wegbeschreibungen vom einfachen Spazierweg bis hin zum anspruchsvollen Premiumwanderweg gibt es bei der Tuttlinger Stadtverwaltung.
Wellingtonie komplett

“Feel Amercia” – 150 Jahre Wellingtonie

Einen einmaligen Tipp für einen Spaziergang bietet die Stadt Tuttlingen dieses jahr in besonderer Weise an. Anlass ist der Geburtstag des Mammutbaums in Richtung Neuhausen ob Eck. Um zu ihm zu kommen, folgt man aus dem Zentrum der Neuhauser Straße (alte B 311) und parkt am besten auf dem Wanderparkplatz zwischen der neuen Feuerwache und Altental. Von dort führt ein etwa einstündiger Spazierweg durch den Wald, ehe sich plötzlich auf einer Lichtung dick und mächtig ein 45 Meter hoher Mammutbaum auftut. Wie kommt dieses Gehölz, das man eigentlich eher in jenseits des Atlantiks vermuten würde, ausgerechnet hierher nach Tuttlingen?

Von königlichen Gnaden: Die Erklärung liefert ein Blick in die Geschichte Württembergs. Hier erfährt man, dass dieser Baum 2016 150 Jahre alt wird. Es war König Wilhelm I. von Württemberg, der Tuttlingen zu diesem botanischen Kuriosum verhalf. Wegen ihrer Größe und Resistenz gegen Waldbrände ließ sich der König ein Pfund Samen schicken. Die Setzlinge wurden auf die verschiedenen Forstdienststellen des Königreiches verteilt – unter anderem nach Tuttlingen. „Sequia gigantea“ ist der wissenschaftliche Name des königlichen Jubilars, im Volksmund wird er aber Wellingtonie genannt. Dieser Name bezieht sich auf den Duke of Wellington, jenem Feldmarschall, der in der Schlacht von Waterloo Napoleon dessen größte Niederlage beibrachte.

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